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Patientenzitate

 

„Ich habe schon als Student Autogenes Training gelernt und praktiziere das regelmäßig. Und das hat mir in dieser Situation auch sehr geholfen.“

„Der Krebspatient hat ja eventuell das subjektive Gefühl einer „Verlassenheit“. „Was ist jetzt mit mir, ich hänge ja völlig in der Luft, wie sieht meine Zukunft aus? Wie werde ich mich von dieser Welt verabschieden? Könnte das denn auch sehr bald eintreten?“

Hans-Joachim empfiehlt jedem NET-Patienten, Entspannungsmethoden, wie beispielsweise Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, auszuprobieren. Besonders hilfreich waren für ihn aber auch persönliche Beziehungen – ein Partner oder ein guter Freund, mit dem er über intime Dinge sprechen konnte.

Über solche Dinge kann Hans-Joachim aber nicht ohne Weiteres mit Leuten aus dem näheren Umfeld sprechen. Für ihn geht das nur mit engsten Freunden oder mit dem Lebenspartner, wenn dieser Verständnis mitbringt und eine entsprechende „Antenne“ dafür hat. Ihm hilft der Austausch mit anderen sehr. Dadurch kann er Vertrauen gewinnen, über das eigene Leben reflektieren aber auch bei schwierigen Situationen dem Leben einen Sinn geben.

bereits während der Reha kennen. Ihr tat diese Entspannungsmethode so gut, dass sie diese auch noch zwei Jahre danach in der Volkshochschule weiterführte.

Alexandra probierte aber auch noch einige andere Entspannungsmethoden. Beispielsweise eine bestimmte Atemtechnik, die zur Beruhigung dient. Besonders gefiel ihr in der Reha die Entspannung mittels Klangschalen.

Sie kann anderen Patienten aber auch Qi-Gong-Übungen empfehlen. Bei ihr selbst wurde dies in der Reha zwar nicht angeboten, aber sie weiß, dass viele andere Patienten Qi-Gong-Übungen gerne mitmachen. Für Alexandra ist es aber auch schon eine große Wohltat, sich zuhause auf das Sofa zu legen und zu entspannen. Dabei lässt sie ihren Gedanken freien Lauf und träumt vor sich hin.

 
 

„Diese Progressive Muskelentspannung, die hat mir sehr viel gebracht.“

„Diese Schwingungen mitzunehmen, das war auch was ganz, ganz Tolles.“

 
 

„Es gibt ja ganz, ganz viel und da muss man sich einfach probieren.“

„Ich hatte in der Klinik die Erfahrung der Klangschalentherapie gemacht und auch das habe ich noch lange, lange Zeit nach der Therapie gemacht.“

Sechs Monate nach der Diagnose machte Sabine ihre erste Reha und kam in diesem Rahmen auch das erste Mal mit Entspannungstechniken in Berührung.

Ihr wurde damals Entspannungstherapie in Form von Autogenem Training verordnet. Sie fand dann aber für sich eine Methode, die sie besonders genoss. Es handelte sich dabei um Zeitreisen, Phantasiereisen und Bilderreisen nach Carl Simonton. Diese brachten Sabine innerlich viel Entspannung.

Auch privat ging sie dann weiter zur Therapeutin. Für Sabine war diese Entspannungstechnik eine ganz tolle Sache. Sie konnte dabei sehr gut runterfahren, um Stress abzubauen und sich auch innerlich wieder ein Stück weit zu finden. Auch Qi-Gong lernte sie in der Reha kennen brachte ihr innerlich viel Ruhe.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Nebenwirkungen

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie weitere Fragen über die möglichen Nebenwirkungen der Therapien gegen NET haben. Wenn Sie an schweren Nebenwirkungen leiden, kann Ihr Arzt Ihre Therapie ändern oder Ihnen Medikamente verschreiben, um diese Beschwerden zu lindern.

Lesen Sie auch den Abschnitt NET und Arbeit auf dieser Internetseite. Hier erfahren Sie, wie die Anpassung Ihrer Arbeitszeiten Ihnen dabei helfen kann, mit den Auswirkungen der Nebenwirkungen mancher NET-Behandlung fertig zu werden.

Behandlung von Hautrötungen (Flush)

Flush (Hautrötungen) ist ein sehr häufiges Symptom beim Karzinoid-Syndrom und kann sich als rote oder violette Rötung bemerkbar machen, die plötzlich im Gesicht oder am Hals auftritt. Diese Hautrötungen treten mitunter auch auf dem Rücken oder an den Beinen auf und können etwa 30 Sekunden bis 30 Minuten andauern. Bei Menschen, die an neuroendokrinen Tumoren leiden, sind die Hautrötungen eher „trocken (ohne Schweißausbruch) als „nass“ (mit Schweißausbruch).

Vermeiden Sie die Auslöser für Hautrötungen

Bei Menschen mit NET können Hautrötungen (die sogenannte Flush-Symptomatik) durch Emotionen, Stresssituationen, bestimmte Lebensmittel oder den Genuss von Alkohol, Kaffee oder heißen Getränken ausgelöst werden. Sie sollten solche Auslöser generell meiden. Dazu gehören:

  • Alkohol
  • Üppige Mahlzeiten
  • Scharfe und pikante Speisen
  • Lebensmittel, die Tryptophan (z. B. Wein und Schokolade) und Serotonin (z. B. Bananen) enthalten.
  • Stress oder Situationen, die Sie seelisch belasten.

Umgang mit Hautrötungen (Flush)

Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, das Auftreten von Hautrötungen zu reduzieren oder besser damit umzugehen:

  • Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Tee sowie Nikotin, indem Sie mit dem Rauchen aufhören.
  • Halten Sie Ihren Raum kühl und verwenden Sie gegebenenfalls einen Ventilator.
  • Sprühen Sie sich mit einem Zerstäuber kühles Wasser ins Gesicht.
  • Tragen Sie leichte Kleidung, die Sie schnell ausziehen können.
  • Benutzen Sie Bettzeug, das Sie leicht entfernen können.
  • Tragen Sie Kleidung aus Naturfasern wie Seide oder Baumwolle.
  • Nippen Sie an kalten oder eisgekühlten Getränken.
  • Anstelle eines heißen Bades oder einer heißen Dusche sollten Sie mit lauwarmem Wasser duschen oder baden.
  • Verwenden Sie ein Kühlkissen, um sich abzukühlen.

Auch bestimmte Medikamente wie Arzneimittel gegen Depressionen können die Symptome verschlimmern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie bestimmte Behandlungen vermeiden sollten, brechen Sie jedoch die Einnahme von Arzneimittel niemals ohne ärztlichen Rat ab.

Umgang mit Müdigkeit

Das Gefühl von Müdigkeit und keine Kraft für die alltäglichen Tätigkeiten zu haben (Erschöpfung) ist die häufigste Nebenwirkung einer NET-Benhandlung. Es kann sich um eine leichte bis schwere Form der Erschöpfung halten, die in der Regel während der Therapie verstärkt auftritt.

Manche Menschen, die mit NET leben, leiden auch an Müdigkeit und Erschöpfung, nachdem Sie die Therapie beendet haben. Die Erschöpfung kann sich ebenfalls auf Ihre Gefühle, die Beziehungen, die Arbeit und andere Bereiche Ihres Lebens auswirken, weshalb es wichtig ist, sie zu verstehen und damit umzugehen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Erschöpfung und alle Probleme, die Ihren Schlaf stören wie Depressionen, Angstgefühle und Stress. Versuchen Sie Folgendes zu ändern, um ein gutes Gleichgewicht zwischen Aktivitäten und Erholung zu finden.

Bestimmen Sie Ihr Tempo!

Machen Sie sich in einem Tagebuch Notizen über die Erschöpfung. Sie werden bemerken, dass Sie zu bestimmten Tageszeiten mehr Energie haben:

  • Planen Sie, Dinge dann zu tun, wenn Sie nicht so müde und erschöpft sind.
  • Verteilen Sie Aufgaben wie Hausarbeit oder berufliche Tätigkeiten über eine längere Zeit.
  • Halten Sie Hilfsmittel und Geräte griffbereit.
  • Fragen Sie Freunde oder die Familie, Ihnen bei der Hausarbeit, der Betreuung von Kindern oder Haustieren und beim Einkaufen zu helfen.
  • Planen Sie Aktivitäten und Ausflüge an Orten, wo Sie sich hinsetzen und ausruhen können.

Verbessern Sie Ihre Schlafgewohnheiten

Linderung von Schmerzen bei NET

Manche Patienten mit NET haben Schmerzen in und um die Organe, in denen die Tumoren liegen. Schmerz kann auch eine Nebenwirkung bestimmter Therapien gegen neuroendokrine Tumoren sein.

Wenn Sie unter anderen physischen oder psychischen Auswirkungen durch NET leiden, kann es schwieriger für Sie sein, mit den Schmerzen umzugehen. Fragen Sie daher Ihren Arzt, ob er Ihnen eine Behandlung gegen Ihre Schmerzen oder Methoden empfehlen kann, um sie zu lindern.

Wie körperliche Betätigung Ihnen helfen kann?

Bewegung und körperliche Betätigung sind vielleicht das Letzte, was Sie tun möchten, wenn Sie mit NET leben müssen, vor allem, wenn Sie sich ständig müde fühlen. Allerdings zeigen Forschungen, dass Bewegung eine der besten Möglichkeiten ist, um Ihren Energiehaushalt zu verbessern und Müdigkeit bei Krebspatienten zu lindern.

Studien mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, zeigen, dass regelmäßige Bewegung ihre Krebsresistenz stärkt und sogar helfen kann, das Leben zu verlängern. Bei Befragungen gaben Patienten mit neuroendokrinen Tumoren ebenfalls an, dass sie sich durch aktive Bewegung körperlich stärker und gesünder fühlen.

Sie werden motivierter sein, wenn Sie innerhalb einer Gruppe an regelmäßigen Übungen teilzunehmen. Dadurch könnten Sie auch neue Freunde und Bekannte finden, mit denen Sie Ihre Trainingserfolge teilen.

Die Vorteile von Bewegung sind:

  • Mehr Energie, weniger Müdigkeit
  • Besserer Appetit
  • Besserer Schlaf
  • Stärkere Muskeln
  • Gefühl des Wohlbefindens
  • Weniger Depressionen und Angstzustände

Ronny spricht über das Leben mit NET:

„Körperliche Betätigung bedeutet für mich auch, Spaziergänge zu machen, Gartenarbeit zu erledigen, den Rasen zu mähen und zum Einkaufen oder zum Arzt zu Fuß zu gehen, anstatt mit dem Auto zu fahren.“

Ronnys Geschichte lesen>

Suchen Sie nach sportlichen Betätigungen in Ihrer Nähe

Sprechen Sie stets mit Ihrem Arzt darüber, bevor Sie einen neuen Sport oder ein Trainingsprogramm beginnen. Um ein lokales Programm zu suchen und zu finden, bitten Sie ihn, Sie an einen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, einen qualifizierten Trainingsexperten oder eine Fachperson für Rehabilitation zu überweisen.

Suchen Sie nach weiteren Informationen, wie Sie sich in Ihrer Nähe körperlich betätigen können. Zum Beispiel:

  • Suchen Sie im Internet.
  • Besuchen Sie Bibliotheken, Gesundheits- und Gemeindezentren in Ihrer Nähe.
  • Lesen Sie lokale Zeitungen und Zeitschriften.

Beginnen Sie ein Trainingsprogramm, das Ihnen Spaß macht

  • Wählen Sie eine Aktivität, an der Sie Freude haben.
  • Beginnen Sie langsam mit leichter körperlicher Betätigung, wie Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Pilates.
  • Suchen Sie nach einer Gruppenaktivität mit Menschen Ihres Alters und mit ähnlicher Kondition.
  • Halten Sie sich an Ihr eigenes Tempo. Erhöhen Sie langsam die Zeit und den Schweregrad der Übungen.
  • Legen Sie eine Pause ein und ruhen Sie sich aus, wenn Sie Schmerzen verspüren, sich steif fühlen oder außer Atem sind.
  • Wenn 30 Minuten körperliche Betätigung zu viel für Sie sind, unterteilen Sie die Übungen in kürzere Trainingseinheiten von 5 oder 10 Minuten.

Entspannungstechniken

Wenn Ihr Alltag schnelllebig ist, kann es für Sie schwierig sein, sich zu entspannen und Ihren Rhythmus zu verlangsamen. Allerdings ist es wichtig, etwas Ruhe zu finden, wenn Sie während Ihrer Erkrankung schwierige Zeiten durchmachen.

Entspannungsübungen, sogenannte mental- und körperorientierte Techniken, können Ihnen dabei helfen:

  • Stress abzubauen
  • Erschöpfung zu mindern
  • Sie von anderen Problemen abzulenken
  • mit schwierigen Gefühlen umzugehen.

Wenn Sie lernen, Ihren Körper und Geist zu entspannen, kann Ihnen dies auch dabei helfen, sich gut zu fühlen und Ihre Situation mehr unter Kontrolle zu haben. Das kann sich positiv auf Ihre Gedanken auswirken. Sie fühlen sich ruhiger und eher imstande, über Ihre Probleme konkret nachzudenken.

Entspannungstechniken, die Sie versuchen sollten:

  • Körperliche Entspannung
  • Meditation
  • Yoga
  • Achtsamkeitstraining
  • Tai-Chi-Übungen
  • Musiktherapie
  • Massage

Der beste Weg, einen Trainer oder Kurs für diese Art von Entspannungsübungen zu finden, ist eine persönliche Empfehlung einer Person Ihres Vertrauens. Bitten Sie Ihren Arzt, Sie an einen Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder einen Mitarbeiter des sozialen Dienstes zu überweisen, die Ihnen alle Einzelheiten über Entspannungskurse in Ihrer Nähe mitteilen werden.

Suchen Sie nach weiteren Informationen über Entspannungstechniken. Zum Beispiel:

  • Suchen Sie im Internet.
  • Besuchen Sie Bibliotheken, Gesundheits- und Gemeindezentren in Ihrer Nähe.
  • Lesen Sie lokale Zeitungen und Zeitschriften.

Helen spricht über das Leben mit NET:

„Versuchen Sie, ein gesundes Leben mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Betätigung zu führen. Bitten Sie gegebenenfalls Ihren Facharzt, Sie an einen Ernährungsberater zu überweisen.“

Helens Geschichte lesen>

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