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Patientenzitate

 

„Das Radfahren bringt mich ans Ziel - in vielfältiger Form“

Ob das Wetter mitspielt oder nicht, spielt für Thorsten Hallermeier* selten eine Rolle. Schon während der bei ihm durchgeführten Chemozyklen beginnt sein Tag um etwa sechs Uhr morgens: rein in die Sportklamotten und dann rauf aufs Fahrrad. Für 30 Minuten, auch mal 40 oder eine Dreiviertelstunde, fährt er durch Wälder, über Felder und Wiesen, bergauf, bergab, an Bächen entlang, manchmal auch querfeldein durchs Gelände. Kein Verrückter ist er, ja, er genießt dabei auch die Landschaft, legt hin und wieder eine kleine Pause ein, um zu trinken und seine Pulsuhr zu kontrollieren. Die Zeit des Sonnenaufgangs ist für Thorsten Hallermeier* die schönste, dann versucht er, mit seinem Mountainbike auch rechtzeitig an einem der zahlreichen Aussichtspunkte weiter oben anzukommen. Nein, ein Freak, wie sie oft genannt werden, die Mountainbiker, ist er wirklich nicht.

„Für mich ist das ganz ehrlich eine tolle Entspannung, wenn ich für mich alleine durch unsere schöne Gegend fahre – natürlich schon unter gewissen, sportlich herausfordernden Bedingungen“,

 

sagt er grinsend, doch immer darauf bedacht, seine Grenzen nicht zu überschreiten. Mittlerweile hat er seine Ausfahrten auf ca. zwei Stunden ausgedehnt, macht jedoch, auf Empfehlung seines Arztes, zwei Tage die Woche Pause. Auch ganz so ohne das richtige Wetter geht es bei ihm ebenfalls nicht – bei starkem Wind oder sintflutartigem Regen fällt seine morgendliche Radtour schon mal aus. Und am Wochenende wird es meist später, weil Freunde und frühere Arbeitskollegen ihn mit dem Fahrrad begleiten. Fahrrad fahren war schon immer eine starke Leidenschaft von Thorsten Hallermeier. Und auch die Diagnose NET konnte ihn nach überstandener Operation nicht davon abhalten, seinem sportlichen Hobby weiter zu frönen. Bereits in der Bewegungstherapie seiner damaligen Reha nutzte er regelmäßig Laufband, Stepper und Fahrradergometer, um seine Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zu trainieren. Auch wenn es dort langweiliger war und es ihm in der ersten Zeit noch doppelt schwergefallen ist, hat ihn sein „Kämpferherz“ nicht im Stich gelassen.

Heute fühlt sich Thorsten Hallermeier richtig glücklich, wenn er seinen täglichen Morgen auf diese Weise beginnen kann. Und wenn er dann von seiner Rundfahrt wieder daheim „einrollt“, beginnt für ihn und seine Frau der zweite schöne Teil des Tages – gemeinsam am bereits gedeckten Frühstückstisch mit frischen Brötchen, die ihm der Bäcker noch während seiner Fahrt in die Hand gedrückt hat.

 

„Auf dem Mountainbike zu fahren, das ist mein großes Hobby. Und mehr noch: Es ist der Sport, der mir und meinem Körper hilft. Bereits in der Reha habe ich mir jeden Tag gesagt: ‚Wenn ich wieder Fahrrad fahren kann, geht’s mir gut.‘ Und als es dann langsam wieder aufwärts ging mit mir, habe ich – obwohl es verrückt war – mir fest vorgenommen, noch im gleichen Jahr auf den höchsten Berg hier bei uns zu fahren. Meine Operation war im August, und zwei Tage vor Silvester war es dann so weit: Bei minus zehn Grad und Schnee bin ich mit meinem Mountainbike auf diesen Berg gefahren. Ich hab’s geschafft. Und ich werd mich auch weiterhin so oft wie möglich auf den Sattel schwingen – es ist das Größte für mich.“
T. H.*, 41 Jahre

„Nordic Walking gibt mir wieder Mut und Kraft“

 

„Als ich noch voll gearbeitet habe, hatte ich kaum Zeit für Sport. Jetzt habe ich viel Zeit, bin aber leider nicht mehr so fit, d. h., ich muss mit meinen Kräften haushalten. Was ich jetzt mache, ist Nordic Walking. Am Anfang habe ich das alleine gemacht, doch seit einiger Zeit habe ich zwei Bekannte, mit denen ich regelmäßig jede Woche laufe. Das motiviert. Ich freue mich, dass ich laufen kann, draußen in der Natur, im Schwarzwald. Ich beobachte die Natur sehr intensiv dabei, ich sehe eigentlich jetzt erst richtig die Natur – ich bekomme bewusst mit, wie die Pflanzen wachsen und wie sich die Landschaft verändert.



Das habe ich früher gar nicht so wahrgenommen. Ich lebe bewusster. Und ja, ich bin nicht mehr so gereizt. Beim Nordic Walking, da kann ich meinen Kopf frei bekommen und zur Ruhe kommen. Bewegung ist immer gut, auch für die Psyche, man schöpft neue Kraft. Mein Traum ist, dass ich wieder die Kraft habe für eine Mehrtageswanderung im Schwarzwald. Einfach loszulaufen, und wenn ich nicht mehr kann, dann irgendwo übernachten und am nächsten Tag weiterwandern. Ich weiß, da komme ich wieder hin.“
Frau H. B.*, 56 Jahre

„In der Ruhe liegt die Kraft – und die finde ich beim Segeln“

 

„Einfach diese täglichen Freiräume, die ich mir seit der Frührente schaffen kann, die tun mir sehr gut. Geändert hat sich seit der NET-Diagnose natürlich schon einiges: ‚Jetzt gehst du mal ’ne halbe Stunde joggen‘, das gibt es nicht mehr, weil ich einfach auch von meiner Kalorienaufnahme im Gleichgewicht bleiben möchte. Das heißt, ich kann nicht zu viel Sport machen und Kalorien verbrennen, die ich von der Nahrung her gar nicht aufnehmen kann. Aber ich bin jemand, der schon immer gut im Kontakt mit der Natur entspannen konnte.


Und das kann ich jetzt auch mit leichten sportlichen Aktivitäten in Einklang bringen – auf dem Segelboot zum Beispiel. Je weniger menschengemachte Geräusche und Bewegungen ich um mich herum habe, umso besser. Und da ist Segeln – ich hab schon früh meinen Segelschein gemacht – einfach toll. Genauso faszinierend stelle ich mir Segelfliegen oder Ballonfahren vor – das möchte ich demnächst mal ausprobieren.“
Patient*, 52 Jahre

„Sehr bewegend: Mein Garten!“

 

„Ich bin sehr erdverbunden, sehr verwurzelt, besonders in meinem Garten fühle ich mich wohl. Gartenarbeit hilft mir sehr, zu entspannen und in Bewegung zu bleiben. Es war früher schon so, dass ich bei einer im Grunde genommen stupiden Arbeit wie Unkraut zupfen total abschalten konnte. Das ist jetzt, nach der Operation, wieder so. Der Garten ist für mich richtig schön, ich lebe und arbeite gerne mit Blumen und Blüten. In der Natur zu sein und dabei aktiv etwas zu tun – das hilft meiner Seele. Ich kann da viel Kraft schöpfen und gleichzeitig Entspannung empfinden. Und inzwischen kann ich aus meinem Garten, dem Wachsen und Gedeihen dort, auch viel Inspirierendes für mein neues Hobby, für meine
Seidenmalerei schöpfen.“
Frau K. M.*, 56 Jahre

Heilen mit Bewegung

In seinem Buch „Heilen mit Bewegung – Wie Sie Krankheiten besiegen und Ihr Leben verlängern“ beschreibt der renommierte Wissenschaftsjournalist, Autor und Molekularbiologe Jörg Blech unmissverständlich, welchen Sinn sportliche Aktivitäten nicht nur für Gesunde, sondern gerade auch für Menschen, die unter Krankheiten leiden, machen: „Wer sich systematisch körperlich aktiv betätigt und Belastungsreize setzt, löst positive gesundheitswirksame Anpassungsprozesse aus.“

Im Kapitel „Krebs – einfach weglaufen?“ geht der Autor gezielt auf die positiven Auswirkungen der Bewegung speziell für Krebspatienten ein – frei nach der Devise: „Nicht weglaufen, sondern aktiv angehen.“ Im weiteren Verlauf des Buches wird u. a. eine Onkologin und Leiterin einer Klinik für Onkologie, die sich intensiv mit Sport und Krebs beschäftigt, zitiert: „Krebserkrankung, Operation und Chemotherapie führen bei den meisten Patienten zu einem gravierenden Vertrauensverlust in den eigenen Körper – die Aufforderung zum Sport und die Steigerung der Kondition kommen daher unerwartet. Umso überzeugender motiviert die spürbare Verbesserung der Körperkräfte zum Kampf gegen die Krankheit und bringt Lebensmut und positives Körperempfinden zurück. Krankheitsassoziierte Depression und Isolation werden durch Sport überzeugend überwunden, und die Therapiefähigkeit der meisten Patienten wird überdurchschnittlich gesteigert.“

Frankfurt, 3. Auflage: September 2010
ISBN 978-3-596-17761-5
€ 8,95
Fischer Taschenbuch Verlag
www.fischerverlage.de

„Ein hervorragendes Buch – volle Zustimmung“
Prof. Dr. med. Herbert Löllgen, Internist, Kardiologe und Präsident der Deutschen Sportärzte

 

*Name ist der Redaktion bekannt

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