Februar 10, 2026
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Was sind neuroendokrine Tumoren (NET)?

Neuroendokrine Tumoren (NET) bzw. neuroendokrine Neoplasien (NEN) sind eine Gruppe seltener Tumoren, die sich aus Zellen des neuroendokrinen Systems entwickeln, welche im ganzen Körper vorhanden sind. Es gibt verschiedene Arten von NET, zu denen gastrointestinale und pankreatische NET, sowie die neuroendokrine Tumoren der Lunge gehören.

  • Durchfall
  • Hautrötung (Flush, besonders im Gesicht)
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Keuchender Atem


*Die Symptome variieren je nach Ursprung des Tumors und sind von Individuum zu Individuum unterschiedlich.

  • Selten: 2 % aller Krebserkrankungen weltweit
  • Von NET sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen
  • Durchschnittliches Alter bei der Diagnose: 50 bis 60 Jahre
  • Magen-Darm-Trakt (Verdauungssystem)
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Lunge

Sie können jedoch auch in anderen Bereichen des Körpers entstehen.

  • 5 bis 7 Jahre

Das neuroendokrine System besteht aus Zellen mit Eigenschaften von Nerven- (neuro) und Drüsen- (endokrin) Zellen. Diese Zellen setzen in Ihrem Körper Hormone frei, die normalerweise die Funktion verschiedener Organe regulieren.

Wenn sich neuroendokrine Zellen verändern und unkontrolliert wachsen, können sich neuroendokrine Tumoren entwickeln. Neuroendokrine Tumoren können nicht kanzerös (gutartig) oder kanzerös (bösartig) sein.

Gutartige NET sind neuroendokrine Tumoren, die eher langsam wachsen und auf einen bestimmten Körperbereich begrenzt sind. Sie werden für gewöhnlich nicht als lebensgefährlich angesehen, wenn sie keinen Druck auf andere benachbarte Körperregionen ausüben oder diese verdrängen.

Wenn möglich, sollten gutartige NET operativ entfernt oder andernfalls in ihrem frühen Entwicklungsstadium behandelt werden, da sie sich in andere Körperregionen ausbreiten und zu einem bösartigen Tumor entwickeln können.

Bösartige NET sind neuroendokrine Tumoren, die oft schneller oder unkontrollierter wachsen und eventuell auf das umliegende Gewebe übergreifen oder von einer Körperregion in eine andere streuen (Metastasen).

Falls ein operativer Eingriff nicht möglich ist, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten für Patient*innen mit metastasierten neuroendokrinen Tumoren.

Sie haben vielleicht schon gehört, dass neuroendokrine Tumoren hormonell aktiv oder inaktiv sein können. Bestimmte neuroendokrine Tumoren produzieren Hormone im Übermaß, die je nach Lage des Tumors und dem ausgeschütteten Hormon verschiedene Symptome und Komplikationen verursachen können.

Diese neuroendokrinen Tumoren werden als hormonell bzw. funktionell aktiv bezeichnet. Neuroendokrine Tumoren, die keine Hormone produzieren, werden als hormonell bzw. funktionell inaktiv bezeichnet, obwohl sie trotzdem Komplikationen verursachen können.