Februar 25, 2026
4 Minuten

Bestimmung von Tumormarkern

Bei funktionell nicht aktiven NET kann der Nachweis über die Messung von Tumormarkern anstatt von Hormonen erfolgen. Tumormarker sind Eiweiße oder andere Substanzen, deren erhöhte Konzentration mit einem Tumor verbunden sein kann und sich daher zur Verlaufskontrolle, gelegentlich auch zur Diagnosestellung, eignet. Chromogranin A (CgA) wird bei NET am häufigsten eingesetzt. Bei anfänglich erhöhtem Chromogranin A eignet sich dieser Tumormarker auch besonders zur Verlaufskontrolle unter Therapie.

Blutuntersuchungen

Blutproben werden für eine Reihe von Tests abgenommen. Es gibt folgende Tumormarker im Blut zum Nachweis von NET:

  • Chromogranin A (CgA) ist der wichtigste Tumormarker für NET im Blut. Bei 60 bis 80 % der hormonell aktiven und hormonell inaktiven neuroendokrinen Tumoren im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse ist die Chromogranin A-Konzentration bei Bluttests höher als normal.
  • Ebenso werden andere Tumormarker im Blut bestimmt, die von funktionellen und hormonproduzierenden neuroendokrinen Tumoren freigesetzt werden. Zu diesen Tumormarkern gehören Hormone und Peptide, wie Somatostatin, das pankreatische Polypeptid, Insulin, Gastrin, Glucagon, Neurotensin und das vasoaktive intestinale Peptid (VIP).
  • Weisen die Ergebnisse dieser Tests auf neuroendokrine Tumoren hin, werden üblicherweise bildgebende Verfahren durchgeführt.

Andere Blutuntersuchungen zum Nachweis von NET sind:

  • Blutbild
  • Nierenfunktionstests (Harnstoff und Elektrolyte)
  • Leberfunktionstests
  • Schilddrüsenfunktionstests
  • Kalziumspiegel im Blut und Bestimmung des Nebenschilddrüsenhormons bei allen Patient*innen mit neuroendokrinen Pankreastumoren als Screening für das MEN-1-Syndrom.
  • NT-proBNP – eine Blutuntersuchung zum Nachweis einer Karzinoid-Herzerkrankung.
  • Screening der Hypophysenhormone wie das adrenocorticotrope Hormon (ACTH), Prolaktin, der Wachstumsfaktor und Kortisol